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Bergamasker-Alpen

 
 
 
 
 
 

 

Reise durch die Bergamasker-Alpen vom 7. – 10. September 2012

 

Wir freuten uns alle auf das noch nie erkundete Gebiet, welches sich nicht mit den Dolomiten, oder mit einer Passtour vergleichen lässt. Erfahrungsberichten zu entnehmen ist es eher eine äusserst anspruchsvolle Tour, die auch die guten Töffahrer an eine Grenze bringen. Doch starten wir erst mal auf unsere Reise.

 

Morgens um 8.00 Uhr, Freitag, den 7. September 2012, trafen wir uns zum Start der 4-Tages-Tour auf dem Parkplatz der Sporthalle Rietacker, eigentlich wie immer. Der Wetterbericht schenkte uns schon zum vorn herein sonnige und warme Tage. Nachdem wir den Kaffeehalt nach einer schönen Toggenburger Strecke in Wildhaus genossen, ging die Fahrt weiter zum Mittagessen auf dem Flüelapass mit der Höhe von 2300m. Am Nachmittag überquerten wir noch den Ofenpass und den Umbrailpass, bevor wir ins italienische Tal einbogen, welches uns nach Grosio zum Hotel brachte. Das Hotel war mitten im Dorf, was auch seine Tücken hatte.

 

Am Samstag, 8. September starteten wir bereits frühmorgens um 07.30 Uhr, denn es standen uns die Pässe Aprica, Vivione, Termini und Foppa vor uns. Nicht die Anzahl Kilometer machte uns zu schaffen, sondern die wirklich schmalen Strassen, die ein Kreuzen von Motorrad und Auto schon fast verunmöglichte. Auch war die Strasse des Passes Vivione mit Moos bedeckt, so wenig wurde die Strasse befahren. Also schon fast ein Kunstwerk, diese Pässe zu überqueren. Nach 288km kamen wir abends um 18.00 Uhr im Hotel an.

 

Ein schönes Kompliment der Wirtin durften wir entgegen nehmen, denn sie sagte uns, dass sie noch nie einen Töffclub erlebte, der geschlossen und zufrieden nach Hause kommt. Das Essen im Hotel war zauberhaft und abwechslungsreich und von der Menge her schon fast übertrieben. Am Abend im Gartenrestaurant demonstrierten uns die Jungs von Grosio ihre Fahrkünste mit ihren lauten und hochtourigen Motorrädern und wurden durch unsere Rufe noch mehr angefeuert, uns auf der Strasse ihre Kapriolen vorzuführen. Riesen Lärm, Gestank, Gelächter und Freude, und nirgends Polizei, die diesem Lärm ein Ende setzte. Uns war es ja egal, doch glaubten wir, dass die Dorfbewohner vielleicht gerne Ruhe gehabt hätten.

 

Am Sonntag fuhren wir erst um 08.00 Uhr los und machten den Passo della Foppa von der anderen Seite. Danach rollten wir die Rennstrecke des Passo di Tonale, dann den Passo Campo Carlo Magno, den landschaftlich sehr eindrücklichen und anspruchsvollen Passo di Tre Croce Domini. Auf diesem Pass trafen wir die italienischen Töffahrer an, die etwas weniger Respekt vor ihrem Hobby zeigten, sonst wären sie nicht in kurzen Hosen und T-Shirt auf diesen Pass gefahren. Auf alle Fälle haben wir auf der grossen Verkehrstafel unseren Clubkleber montiert. Dann ging es Richtung Hotel zum wohlverdienten Nachtessen.

 

Schon war Montag und wir mussten die Heimreise antreten. Der Weg führte über den Bernina und Julierpass bis zur Lenzerheide, wo wir unseren Mittagshalt hatten. Pünktlich um 17.00 Uhr kamen wir zu Hause an und waren glücklich darüber, alle 19 Fahrerinnen und Fahrer mit ihren Maschinen wieder heil hier zu haben. Rückblickend war es eine eindrückliche und wunderschöne Tour mit anspruchsvollen Strecken, die wir uns nicht ganz so schlimm vorgestellt hatten.

 

Dario Casa

 
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